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Facebook Faschismus & Tech Tyrannei | Katzen wie wir

Facebook Faschismus, Googles Gier & Tech Tyrannei

Published on: 8. Mai 2019

Filled Under: ! Von KatzenWieWir !, PolitiCats

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„Alexa! Wer war Mohammed?“ – „Ein wichtiger und einflussreicher Prophet und Menschenfreund [… + 5 Minuten Vortrag] – „Alexa! Wer war Jesus Christus?“ – „Eine fiktive Figur.“ Punkt.

Antworten der in den USA aktiven Alexas von 2017; Übersetzung von KatzenWieWir.de

Was passiert eigentlich, wenn jeder Amazon, Facebook, Google und YouTube vertraut oder sogar süchtig danach wird?

Google

Sucht

Immerhin arbeiten mehr als 300 von den über 40.000 Google-Mitarbeitern einzig daran, deine Aufmerksamkeit stärker zu fesseln und Googles Produkte noch sucht-erregender zu machen; Aufmerksamkeit ist schließlich eine der neuen Währungen – neben Likes und persönlichen Daten.

Bevor du lachst, frag mal deine Eltern: Es gab eine Zeit, wo sie mit der Telefonhörer-Sucht ihrer Kinder zu kämpfen hatten, obwohl das noch nicht einmal ein Smartphone war.

Manipulation

Auch sind mittlerweile Informationen von Google-Mitarbeitern geleakt worden, die befürchten lassen müssen, dass Google Suchergebnisse heraus nimmt, die nicht den Ansichten der Führungsebene entsprechen.

Aktuellstes Beispiel: Direkt nach Trumps Durchsetzung eines Einreiseverbots für bestimmte Länder wurde bei Google diskutiert, ob Organisationen weiter oben in den Suchergebnissen erscheinen sollen, die gegen das Einreiseverbot sind und Spenden dafür nehmen (siehe Google, Mackenzie Thomas, Stacy Chen), was erst kürzlich heraus kam.

Google antwortete, das sei bloß ein Brainstorming gewesen. Aber Bank-Mitarbeiter, die beim Brainstorming darüber, wie man die Bank ausrauben kann, erwischt werden, müssten entlassen werden, oder? Hat Google aber nicht.

Zu der Verbreitung politischer Information gehören viele Gesetze. Alle Organisation, die Wähler in ihrer Wahl-Entscheidung beeinflussen könnten, werden gut überwacht und müssen die Art, wie sie Information verbreiten, transparent offen legen. Es kann immerhin ziemlich hohe Haftstrafen geben selbst wenn man nur eine einzige Wahlwerbung falsch platziert.

Warum also darf Google seine Such-Algorithmen geheim halten?

Daten-Ausbeutung

Keine Frage: Google liefert alle möglichen Dienste kostenfrei (Google Maps, Google Suchmaschine, Google Übersetzer usw.). Aber sind sie wirklich kostenfrei? Google erntet schließlich jede Menge Informationen über dich, deine Freunde und Kunden ab.

Diese Informationen gehören dann Google. Und Google kann sie nutzen wie es grad passt. Du stimmst ja ihren Datenschutz-Bestimmungen zu.

Aktuellstes Beispiel: Aus der Befragung des Will DeVries (Senior Privacy Counsel für Google) vor dem Justizausschuss des US-Senats:

Senator Josh Hawley: „Denken sie, dass ein gewöhnlicher Verbraucher überrascht wäre zu erfahren, dass Google seinen Aufenthaltsort aufzeichnet und alle 4 Minuten an Google schickt, selbst wenn er das Location Tracking deaktiviert hat und sein Handy aus ist?“

DeVries: „[…] ich verstehe ja, dass die Art, wie ein Mobil-Telefon funktioniert, sehr kompliziert zu begreifen ist. […]“

Hawley: „Ich glaube nicht, dass das so kompliziert ist: Wenn jemand die Verfolgung seines Standortes ausstellt, denkt er, dass die Verfolgung seines Standorts aus ist! Ist sie aber nicht. […] Ein anderes Beispiel: Denken sie, dass ein gewöhnlicher Verbraucher überrascht wäre zu erfahren, dass Google ein Profil über ihn anlegt? Verfolgt, wer sein Arbeitgeber ist? Wo seine Freundin lebt? Welche Kirche er besucht? Wann er zum Doktor geht?“

DeVries: „[…] ich weiß, dass das kompliziert ist.“

Übersetzung von KatzenWieWir.de

Schau dir das 6-Minuten Video dazu an, wenn du willst (englisch):

Faschismus-Unterstützung

Ein weiterer, äußerst gefährlicher Punkt ist der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Wer sein Militär als erster mit perfekter künstlicher Intelligenz ausstattet, hat den Wettlauf um die technische Überlegenheit gewonnen; vielleicht sogar ein paar Jahrtausende lang.

Aufgrund der massiven Geld-Vorräte von Google (teils größer als die Volkswirtschaften ganzer Länder) können sie in Länder investieren, deren politisches System eventuell nicht zum Vorteil der Bevölkerung ist.

Aktuellstes Beispiel: Google entwickelt momentan 1. künstliche Intelligenz für das chinesische Militär und 2. eine speziell für die chinesische Bevölkerung zensierte Suchmaschine (Dragonfly), die der chinesischen Regierung bei unliebsamen Suchanfragen berichten muss, von wem die Suchanfrage kommt.

Pikant: Das alles geschieht in DIREKTEM Auftrag der chinesischen Regierung. Gleichzeitig lehnt Google eine Zusammenarbeit mit dem US-Pentagon aus ethischen Bedenken gegenüber der Unterstützung von Regierungen ab.

Na klar, kapitalistischen Unternehmen geht es um neue Märkte. Von daher verständlich, aber auch gefährlich, findest du nicht?

Facebook

Daten-Ausbeutung

Schon 2015 wusste man bei Facebook, dass detaillierte Profile von über 87.000.000 Facebook-Nutzern plötzlich bei dem Wähler-Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica gelandet und zur gezielten Wähler-Manipulation eingesetzt worden sind. 2018 – drei Jahre später – ließ man es dann auch die Facebook-Nutzer wissen.

„Wir haben Facebook ausgebeutet, um Millionen von Nutzer-Profilen abzuernten. Und haben Modelle gebaut, um das, was wir über sie [die Nutzer] wussten, auszubeuten und ihre inneren Dämonen anzusprechen. Auf dieser Basis wurde das gesamte Unternehmen aufgebaut.“

Christopher Wylie, Cambridge Analytica Whistleblower; Übersetzung von KatzenWieWir.de

Reaktion von Mark Zuckerberg (Gründer und Vorstandsvorsitzender von Facebook):

„Wir haben einen großen Fehler gemacht, nicht die Verantwortung anzuerkennen, die unser Unternehmen hat.“

Mark Zuckerberg, Übersetzung von KatzenWieWir.de
Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote, Foto: Anthony Quintano

Schau dir ruhig mal die emotionale Werbung für Facebooks neues Produkt zur totalen Überwachung und Spionage direkt bei dir zu Hause an (die Kamera folgt allen Personen automatisch):

Sucht und Unglück

Sean Parker (erster Berater und Gründungspräsident von Facebook) im November 2018 über Facebook:

„Es [Facebook] beutet eine Schwachstelle der menschlichen Psyche aus. Es verändert buchstäblich deine Beziehung zur Gesellschaft und zu anderen. Es wirkt sich wahrscheinlich negativ auf deine Produktivität aus. Gott allein weiß, wie es sich auf die Gehirne unserer Kinder auswirken wird.“

Sean Parker; Übersetzung von KatzenWieWir.de

Nein, nicht Gott allein: So langsam kommen nämlich die ersten wissenschaftlichen, groß angelegten (Meta-)Studien über die Nutzung von Facebook rein:

Facebook kann nicht nur süchtig machen, sondern macht dich auf Dauer in erster Linie ungesünder, isolierter und unzufriedener mit deinem eigenen Leben. Zumindest behaupten das die Studien.

Manchmal wird Facebook sogar mit der massiv angestiegenen Selbstmordrate von Kindern und Jugendlichen in Verbindung gebracht.

Interessant: Keine der Studien wurde von Facebook gestartet oder finanziell unterstützt. So viel zu „unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft anerkennen“.

Manipulation

„Wir arbeiten hart daran, Gruppen komplett [aus Facebook] zu entfernen, […] die gefährliche Sachen machen.“

Mark Zuckerberg; Übersetzung von KatzenWieWir.de

Schön und gut, aber WER entscheidet, was „gefährlich“ ist?

Letzte Woche wurden auf einen Schlag etliche Benutzer wie Alex Jones (von InfoWars) und Milo Yiannopoulos auf Facebook TROTZ riesiger Follower-Zahlen gesperrt. Permanent!

Auffällig: Es handelt sich bei allen Gesperrten um Konservative, die sich auf die eine oder andere Art gegen die Globalisierung aussprechen und sie kritisch hinterfragen.

Das mit der riesigen Follower-Zahl ist wichtig, da sie zeigt, dass sich viele Leute dafür interessieren. Das zu unterdrücken entspricht in keinster Weise den Spielregeln der Demokratie.

Noch schlimmer: Facebook hat alle OHNE Begründung gesperrt.

Stell dir mal vor, du hättest ein Unternehmen, aber Amazon, Facebook und Google löschen alles darüber und keiner kann dich finden, obwohl sehr viele Leute dein Produkt haben wollen. Natürlich ohne Begründung, gegen die du vorgehen könntest. Einfach, weil du eine andere Meinung hast als die drei Leute, die Amazon, Facebook und Google leiten.

Überleg mal: Damit schreibt dir Mark Zuckerberg direkt vor, welche politische Meinung du haben und lesen darfst und welche nicht. Dabei ist er nicht einmal demokratisch gewählt worden und lebt mit einem Wert von mittlerweile über 65 Milliarden Euro wahrscheinlich weit ab von jeder Realität eines „normalen“ Bürgers.

Noch schlimmer und im Klartext: Facebook-Gruppen von ISIS oder der Hamas – die tatsächlich zu Gewalt aufrufen und Menschen tatsächlich umbringen – werden als „ungefährlich“ eingestuft und facebooken momentan munter weiter, während Gruppen, die sich gegen radikalen Terrorismus aussprechen und lediglich Meinungen diskutieren, „gefährlich“ sind und auf Lebenszeit gesperrt werden.

Macht irgendwie keinen Sinn.

Orwell

George Orwell beschreibt das alles in seinem bereits 1948 fertig gestellten Roman „1984“ recht genau. Dadurch sensibilisiert er den Leser und hilft ihm zu erkennen, wenn eine Regierung zu einem Staat der Überwachung, Unterdrückung, Zensur oder Manipulation mutiert.

Wer hätte gedacht, dass es nicht der Staat, sondern ein Unternehmen aus der Privat-Wirtschaft sein könnte? Obwohl: Da fallen mir ziemlich viele Filme und Bücher ein, die das thematisieren.

Allerdings nehmen viele Schulen auf Anraten der EU, die eigentlich ja nur ein Wirtschafts-Verbund ist, Bücher von George Orwell aus dem Lehrplan. Begründung: Kinder könnten das, was in dem Buch steht, mit der modernen Demokratie Europas verwechseln und kritisch gegenüber Europa werden, weil: Im Gegensatz zu Orwells Zeiten benutzen wir Kameras heutzutage NUR ZU DEINER EIGENEN SICHERHEIT und aus keinem anderen Grund. Basta.

George Orwell,

Auffällig: Vertreter der Europäischen Union (EU), die ja eigentlich nur ein Wirtschafts-Verbund ist, bezeichnen und reden von sich selbst immer als Europa (der Kontinent), als ob EU = Europa.

Was würde Sigmund Freud wohl dazu sagen?

PolitiCats – Mocs & Pubs

Auch die PolitiCats Mocs (blaue Ohren; progressiver Demokrat) und Pubs (rote Ohren; konservativer Republikaner) zeigen ihre Reaktion auf die Reise, zu der uns Google & Co einladen:

Pubs: „Mann, ich hasse Google: Jetzt muss ich höhere Beiträge an meine Versicherung zahlen, weil Google sofort an sie berichtet hat, dass ich die Übungen nicht gemacht habe, die mein Doktor verschrieben hat.“

Mocs: „Und ich liebe Google: Ich hatte gestern ein Date. Aber Google hat mir ihren Sozialen-Google+-Status geschickt und mir davon abgeraten, hin zu gehen. Das hat mir Ärger er- und meine Zeit eingespart.“

Das ist bereits Realität

In China wird das übrigens schon praktiziert: Der soziale Status einer Person wird von der Regierung berechnet und kann per App eingesehen werden. Von jedem.

Dein Status setzt sich unter anderem zusammen aus deinen politischen Ansichten, wie häufig du Sport treibst, wie viele Freunde, Schulden oder Vorstrafen du hast, an wen du spendest und wie pünktlich du deine Steuern zahlst.

Erklärtes Ziel: Umfassende Überwachung zu mehr „Aufrichtigkeit“ im sozialen Verhalten.

Die Chinesen sind begeistert: Endlich weiß man, wer die Person, mit der man Geschäfte machen oder sich treffen möchte, WIRKLICH ist!

Fazit

Die Produkte von Google & Co sind Spitzenklasse und technisch auf aller höchstem Niveau. So manch eine Forschungseinrichtung ist immer noch verblüfft von der Geschwindigkeit, mit der Google & Co neue Patente anmelden und Dinge wie Buch-Scan-Maschinen, autonom fahrende Autos und künstliche Intelligenz entwickeln.

Zusätzlich sind fast alle Dienste „kostenfrei“:

  • Damals musste man sich für die Navigation immer aktuelle Straßenkarten an der Tankstelle oder beim ADAC kaufen. Heute: Google Maps. Kostenfrei. Bei Google Street View sogar mit echten Fotos von allem. Das bietet sonst keiner.
  • Eine Software, die die ganze Welt, den Mond oder das Sonnensystem kartografiert, hat damals mindestens 200 Euro gekostet. Heute: Google Maps. Kostenfrei.
  • Marketing-Berater und Werbe-Agenturen haben damals für die Online-Optimierung Tausende von Euros genommen. Heute: Google AdSense & Google Analytics. Kostenfrei.
  • Damals musste man sich teure Fremdsprachen-Wörterbücher von PONS oder DUDEN kaufen, um einzelne Wörter zu übersetzen. Heute: Google Translate. Kostenfrei und übersetzt ganze Sätze auf einmal.
  • Für die Recherche wissenschaftlicher Arbeiten musste man damals für die Mitgliedschaft in verschiedenen Bibliotheken zahlen und von Uni-Bib zu Uni-Bib reisen. Heute: Google Search & Google Scholar. Kostenfrei.
  • usw.

Alles toll, nur an folgenden Punkten könnte man noch schleifen, um dem Konzept der Demokratie etwas mehr zu entsprechen.

  • Transparenz
  • Datensicherheit
  • grundlegende Philosophie des Unternehmens
  • Unparteilich-Sein

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