Nächtlicher Katzenjammer und was du dagegen tun kannst

Published on: 18. Dezember 2016

Filled Under: Psychologie

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Oftmals hört und liest man, dass Katzen nachtaktiv seien. Dies ist so nicht ganz richtig. Katzen sind dämmerungsaktiv, das bedeutet, dass sie bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang die höchste Aktivität erreichen.

Wenn Katzen spät am Abend oder in den (oftmals sehr frühen) Morgenstunden laut miauen, hilft es auch nicht, den Kopf unter dem Kissen zu vergraben. Sie miauen so laut, dass man meint, ein Flugzeug startet direkt neben dem Bett. Die Katze hört nicht auf zu mauzen bis du ihr Aufmerksamkeit oder Futter gibst. Warum tut sie das? Wahrscheinlich ist ihr innerer „Jagdwecker“ für diese Uhrzeit gestellt.




Viele Katzenbesitzer leiden jahrelang unter schlechtem Schlaf, weil ihre Katzen sie Nacht für Nacht durch lautes Miauen wecken. Meist geschieht dies in den Stunden zwischen 3 und 5 Uhr morgens.  Dieses Verhalten kann viele Gründe haben und ist für die Besitzer sehr belastend.

Häufige Gründe für nächtliches Miauen:

  • Die innere Jagduhr deiner Katze ist auf die frühen Morgenstunden programmiert (um genau zu sein zwischen 3 und 5 Uhr)
  • Deine Katze ist am Tag nicht aktiv genug und deshalb wird sie nachts wach und möchte beschäftigt werden
  • Die letzte Fütterung des Tages ist zu früh und deine Katze wird von ihrem knurrenden Magen geweckt
  • Ein Wechsel der Gewohnheiten (deinen oder denen der Katze)
  • Ein Wechsel der Umgebung (du bist umgezogen und in der neuen Wohnung scheint mehr Licht durch die Fenster und weckt die Katze)
  • Du hast das unerwünschte nächtliche Miauen verstärkt, weil du deiner Katze Aufmerksamkeit geschenkt hast, als das Verhalten begann
  • Gesundheitliche Gründe können eine Rolle spielen, besonders wenn das nächtliche Miauen plötzlich aufgetreten ist, ohne dass einer der oben genannten Gründe dafür verantwortlich sein kann




Was kannst du tun, damit deine Katze nachts schläft

  • Fütterung später am Abend. Wenn du deine Katze mehrmals täglich fütterst, stelle die letzte Mahlzeit möglichst spät am Abend hin oder teile die letzte Mahlzeit auf (eine Hälfte zum Beispiel um 17.00 Uhr und die andere Hälfte um 22.00 Uhr)
  • Beschäftige deine Katze am Tag, damit sie in der Nacht müde ist. Eine Katze sollte nicht nur zweimal am Tag gefüttert werden. Von Natur aus fressen Katzen mehrmals täglich kleine Häppchen. Dafür eignen sich zum Beispiel programmierbare Futterautomaten oder „Fummelbretter“, mit denen die Katze sich beschäftigen kann. Je weniger deine Katze am Tag schläft, umso müder ist sie nachts. Dies bedeutet: Mehr Schlaf für dich!
  • Stelle den „Jagdwecker“ deiner Katze um. Animiere deine Katze zum Spielen. Am besten ist eine Spielrunde am Abend mit der Katzenangel. Deine Katze kann ihren Jagdtrieb befriedigen und ist nachts ausgepowert und schläft. Es dauert allerdings ein paar Tage, bis der „Jagdwecker“ sich umgestellt hat.
  • Ignoriere das Verhalten. Wenn das nächtliche Miauen beginnt ist es sehr wichtig, dass du dieses Verhalten nicht verstärkst, indem du deiner Katze irgendeine Art der Aufmerksamkeit schenkst. Bekommt die Katze Aufmerksamkeit (auch Schimpfen ist Aufmerksamkeit), schaffst du dir ein richtiges Problem. Nachdem sie gemerkt hat, dass das Mauzen eine Wirkung auf dich hatte, wird sie das Verhalten weiter verstärken, um deine Aufmerksamkeit zu erhalten. Beim nächsten Mal wird sich das Miauen also verschlimmern – das nennt man das „es wird schlimmer bevor es sich bessert Phänomen“. Sei geduldig. Es kann ein paar Wochen dauern, aber bleibe standhaft und ignoriere das Verhalten. Irgendwann hat die Strategie Erfolg!

Wichtiger Hinweis: Für das nächtliche Miauen können auch gesundheitlich Gründe die Ursache sein (z. B. Nierenprobleme, Diabetes, Arthritis, Zahnschmerzen). Deshalb lasse deine Katze unbedingt von einem Tierarzt untersuchen, wenn sie plötzlich nachts dieses Verhalten zeigt.

 

 

 

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